In Sachen Flugrouten für mehr Sachlichkeit - zum Interview in der MAZ mit den Bürgermeistern von Eichwalde Schulzendorf und Zeuthen


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Dr. Ing. Günter Briese, Stubenrauchstr.71, 15732 Eichwalde

Gemeinde Eichwalde - Bürgermeister

Herrn Bernd Speer Grünauer Straße 49 15732 Eichwalde

Eichwalde, den 11,August 2011

Ihr Schreiben vom Ihr Zeichen

Mein Schreiben vom

"In Sachen Flugrouten für mehr Sachlichkeit"

zu Ihrem Interview gemeinsam mit den Bürgermeistern von Schulzendorf und Zeuthen in der heutigen MÄRKISCHEN ALLGEMEINEN - Dahme Kurier

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

nach Ihrem vorgen. gemeinsamen Plädoyer für mehr Sachlichkeit mit Hinweis auf die Grundsatzentscheidung zur Arbeitsweise der Fluglärmkommission habe ich in Erinnerung an Ihre Ausführungen am Berliner-Kurier-Mobil vor dem Rathaus versucht, bei Ihnen heute vorzusprechen, um mich für Ihr Engagement zu bedanken, aber auch, um mich mit Ihnen zur weiteren Vorgehensweise auszutauschen

Mein primäres Anliegen ist die Unterstützung verschiedener PFB-Substitutionsklagen und ähnlicher Aktivitäten, weil ich gemäß.bisherigen Beurteilungen zur Durchsicht meiner Ausarbeitung bzw. von
deren Ergebnissen durch Fachleute der Meinung bin, das Ergebnis sachlicher- Analyse der Flugrouten bereits zu kennen. Nach drei positiven Einschätzungen laufen z.Zt. Bemühungen um weitre zwei Überprüfungen durch Fachleute teils gutachterlicher Kompetenz

Ihre Einschätzung, sehr geehrter-Herr Bürgermeister, zu vorhandenem Mißtrauen teile ich, allerdings nicht nur zu Flugrouten, sondern auch zu Dauerlärmpegeln - auch hierzu wurde massiv und u. E. auch wissentlich getäuscht.

Aus meiner Sicht ergeben sich, bei aller auch meinerseits ursprünglich vorhanden gewesenen Offenheit zu Ergebnissen, allerdings etwas andere Schlußfolgerungen zu - Konsequenzen, welche Sie aus meinen anliegenden Beiträgen entnehmen können.

Eine Kernfrage ist deshalb m.E. bezüglich der Herstellung weitgehender Einigkeit aller Betroffenen, ob wegen der Übereinstimmung meiner Berechnungen mit denen der fdc Airport Consulting Dieter Faulenbach da Costa unter Mitwirkung von Herrn Prof.Dr. Ing. habil. Erhard Augustin und Herrn Dr. Maschke, Ihnen gem. Diagramm vorlegend, auch Ihrerseits die Meinung vorherrscht, daß meine Berechnungsergebnisse als seriös zu betrachten und als Grundlage weitergehender Aktivitäten geeignet anzusehen sind. Hierzu bitte ich um Nachricht.

Letzteres, um die Ausarbeitung für PFB-Restitutionsklagen nutzbar zu machen.

Eine Rücksprache hierzu würde ich begrüßen. Ich werde mich deshalb in Ihrem Sekretariat um einen Termin bemühen.

Im übrigen darf ich in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, daß sich im B17-Verfahren geäußerte Bedenken hinsichtlich ausreichender Schallschutzdämmung der Grundschule mit den Berechnungsergebnissen als begründet dargestellt haben, sondern daß auch die lernpsychologische Sinnhaftigkeit als erwiesen gelten darf.

ln der heutigen abendlichen ARD-Sendung "Die große Show der Naturwunder" mit Frank Elsner und Ranga Yogeshwar wurde bewiesen, daß Schüler in schallgedämmten Klassenräumen um 25% bessere Lernergebnisse erzielten als in umgedämmten Räumen: Für die Nachrüstung sollen 3000 EURO je Klassenraum an Kosten anfallen. Letzteres gilt unabhängig vom BBI-BER-Problem.

Wegen erfolgter Dauerlärmpegeltäuschung empfehle ich, die Kosten für durch höhere Schallpegel als gem. PFB angegeben und bereits berücksichtigt anfallende zusätzlich erforderliche Schallschutzmaßnahmen dann ggf. der FBS GmbH in Rechnung zu stellen!.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. G. Briese

EICHWALDER BÜRGERINITIATIVE FÜR ECHTEN SCHALLSCHUTZ UND NACHTFLUGVERBOT

Anlagen:

- ZUM FLUGLÄRMSTREIT: Sinnvolle Vorschläge liegen auf dem Tisch - zum Beitrag gleichen Titels in MAZ 5.August 2011 5.21 -

- "Flugroutendiskussion ohne Flughafenhysterie" - hat die Flugroutendiskussion wirklich nichts mit dem Flughafen selbst zu tun?

- zum "Offenen. Brief" von Flughafen-Gewerkschaftern im KaWeKurier vom 27.07.2011 und in BBI Aktuell Juli 2011 S.6 -


Nachtrag vom 12. August 2011:


Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

den heutigen MAZ-Beitrag "Bestensee zog die Notbremse, Bürgermeister , beantragte Baustopp" zum BBI-BER-Zubringer-Bahnprojekt habe, ich mit großem Interesse z.K. genommen.

Wahrscheinlich muß man beim Verhandeln mit schwierigen, Partnern zunächst einmal bedeutend mehr fordern, als man eigentlich erreichen will!?

Nochmals freundliche Grüße

ZUM FLUGROUTENSTREIT

Sinnvolle Vorschläge liegen auf dem Tisch .

- zum Beitrag gleichen Titels in MAZ 5.August" 2011 S.11 -

Es ist richtig, daß sinnvolle Vorschläge auf dem Tisch liegen. Hierzu gehören der Beschluß der Fluglärmkommission vom 9.Mai 2011 zur Anwendung einer neuen Bewertungsgrundlage für Flugroten unter stärkerer Berücksichtigung hoher Lärmpegel - nur umgesetzt wurde er aus zeitlichen Gründen bisher noch nicht!

Als guten Vorschlag werte ich auch die Kritik der von der DFS als Arbeitsgrundlage zugrundegelegten "NIROS-Daten" durch den "Ansatz des MUGV (05-2010)" gemäß Schriftstück des Brandenburger Ministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz vom 14.März 2011 und den von allen Bundestagsfraktionen unterstützten Bundestagsbeschluß zur Billigung der "Frankfurter Erklärung" sowie die Erklärung des Bundesaufsichtsamtes für Flugsicherung (BAF), die Prüfung der Flugrouten habe gerade erst begonnen (MAZ 4.August 2011 S.5).

Aus vorstehenden Fakten ergibt sich: Die Flugrouten müssen alle noch einmal auf den Prüfstand (MAZ 11.Mai 2011 S.6)!

Nach mir vorliegenden Dauerlärmpegel-Berechnungsergebnissen werte ich auch den aus Wirtschaftlichkeit-, Sicherheits- und nicht zu letzt Lärmschutzgründen bereits als Projekt-Vorschlag umgesetzten Vorschlag "BBI-BER-Funktions-Splitting Sperenberg-Schönefeld".

Der von Georg Baudach, Wildau, angeführte Vorschlag eines Betriebsregimes a la London-Heathrow, mit Starts allein von der Südbahn zuvor von Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit für ein "Internationales Luftverkehrs Drehkreuz Schönefeld" vorgebracht, zählt allerdings nicht dazu, weil dann zu Spitzenzeiten östlich des Flughafens an der Tagschutzzonen-Grenze der Anlage 2 zum Planfeststellungsbeschluss (PFB) statt 60 dB(A) ca. 74 dB(A) Dauerlärmpegel allein aus Fluglärm erwartbar sind.

Aber Schienenverkehr kommt ja z.B. hier noch dazu - und es gibt ja gem. PFB auch noch höhere Lärmpegel als den an der Tagschutzzonen-Grenze! Die genannten 500000 jährlichen Flugbewegungen sind also zwar noch nicht im PFB verankert, aber nebst 3. Startbahn schon im Visier der Politik.

Also: bitte sachlich bleiben! Nur Einigkeit macht stark!

Dr. G. Briese, Eichwalde

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Verfasser: Dr.Günter Briese, Stubenrauchstr.71, 15732 Eichwalde am 5.August 2011

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MÄRKISCHE ALLGEMEINE, Lokalredaktion Königs-Wusterhausen Bahnhofstraße 17 A, 15711 Königs-Wusterhausen

Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit bitte ich um baldige Veröffentlichung des vorstehenden Leserbriefes. Mit freundlichen Grüßen

Dr.G.Briese


Links zu den Zeitungsartikeln und Artikeln zum Thema

http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12148397/62129/Einigkeit-macht-stark-Wichtig-waere-die-Kraefte-zu.html

http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12148395/62129/Buergermeister-aus-drei-Orten-setzen-sich-in-Sachen.html

http://www.blickpunkt-brandenburg.de/koenigs_wusterhausen/nachrichten/?doc=21950

http://www.th-wildau.de/fileadmin/dokumente/marketing/dokumente/Offener_Brief_Fluglaerm_02_08_2011.pdf

"Flugroutendiskussion ohne Flughafenhysterie!" - hat die Flugroutendiskussion wirklich nichts Mit dem Flughafen selbst zu tun ?

- zum "Offnen Brief" von Flughafen-Gewerkschaftern im KAWEKurier vom 27.7.2011 und in BERaktuell - Juli 2011 S. 6


Gewerkschafter sorgen sich um Arbeitsplätze und Wirtschaftsentwicklung - ich auch! Und sie meinen, wenn lange genug über Flugrouten diskutiert wurde und nun endlich die DFS-Vorschläge dazu vorliegen, dann müsse dies ein tragfähiger Flugroutenkompromiß sein, der mit Bau und Inbetriebnahme des Flughafens nichts -zu tun haben könne.
Und sie beklagen zu recht die unsoziale Verschiebung von Belastungen durch unsachliche Argumentation - zutreffend z.B, durch Berlins Südwesten und Potsdam!

Aber gerade wegen des unsozialen Verschiebens von Lasten hatte die Fluglärmkommission letztendlich mit knapper Mehrheit den Beschluß gefaßt, höhere Lärmbelastungen stärker zu wichten.
Nur - dazu kam es aus Zeitgründen gar nicht mehr, und die Kommission entschied ohne Unterlagen satzungswidrig ohne Berücksichtigung ihres eignen Beschlusses! Und, danach sortierte die Deutsche Flugsicherung noch etwas aus und veränderte ein wenig. Auf der Basis von PFB-Daten berechnete erwartbare Lärmpegel lagen der Kommission zwar vor für Tageszeit wie rush hour, aber wurden so wenig behandelt wie ebenfalls
vorliegende Lärmpegel für ein Drehkreuz mit 500000 jährlichen Flugbewegungen!

Die Kommission plädierte lediglich für Nachtflugverbot und gegen ein Drehkreuz.

Wenn aber den Bürgern und Gemeinden sowohl für alte wie für neue Flugrouten keine realen Belastungswerte vorliegen, braucht sich niemand über Diskussionen auch nach DFS-"Entscheid" zu Flugrouten wundern, der gar keiner ist, sondern nur eine Empfehlung an die zuständige Bundesbehörde. Und da die realen Lärmpegel weit höher sein werden, als Bürgern und Gemeinden gemäß Planfeststellungsbeschluß suggeriert, braucht sich auch niemand darüber zu wundern, daß nun als fraglich erachtet wird, ob es unter .Berücksichtigung solcher Belastungen überhaupt genehmigungsfähige Flugrouten gibt.- und daß damit die Standort-Diskussion wieder aufflammt!

Schließlich wurde der 1996er "Konsensbeschluß " nach Politiker-Angaben auf Grund "sachfremder Argumente"geschlossen, nicht aber auf der Basis der Ergebnisse des 1994er Raumordnungsverfahrens !

Hier haben Politiker entschieden, nicht Fachleute!

Und um keine Irrtümer aufkommen zu lassen: Ich bin wegen meiner Stellungnahme kein "Anti-Gewerkschafter", sondern habe im Frühjahr 1990 die erste Sonderausgabe metall für die DDR fachlich redigiert! Und ich bin auch nicht gegen eine wettbewerbsfähige Region sondern ausdrücklich dafür, nämlich für den Ausbau von Sperenberg im Rahmen eines BBI-BER-Funktions-Splittings mit Fluggast- und -gepäckabfertigung in Schönefeld. Daß die BBI-Anlieger nicht wirklich gehört sondern fehlinformiert wurden ist nicht ihr Verschulden, so wenig wie die sich daraus ergebenden Folgen! Ich war von Anfang an "dabei'' und weiß von ich rede.

Dr.G.Briese, EICHWALDER BÜRGERINITIATIVE FÜR FLUGSICHERHEIT ECHTEN SCHALLSCHUTZ UND NACHTFLUGVERBOT

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